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GeschichteWschowa ist eine Stadt mit reicher, jahrhundertelanger Geschichte, die Hauptstadt des historischen Gebiets "Ziemia Wschowska" (Fraustädter Region). Die Stadt gehört zu den 50 ältesten Städten Polens. Bereits im früheren Mittelalter war das eine Handelssieldung an dem Weg von Lausitz und Schlesien nach Großpolen. Der erste Quellenvermerk stammt aus dem Jahr 1136. Die Lokation der Stadt fand zwischen 1248 und 1273 statt. Zu jener Zeit war die Stadt im Privatbesitz der schlesischen Fürsten. 1343 hat der polnische König Kazimierz Wielki, nach der siegreichen Schlacht mit dem Fürst von Glogau und Sagan, die Stadt Wschowa an Großpolen angeschlossen. Seitdem war Wschowa eine königliche Stadt und wurde zum Sitz des Landrats. Dank zahlreichen königlichen Privilegien und Schenkungen entwickelte sich die Stadt sehr rasch. Im 15. Jh. wurde sie mit einer Mauer aus Stein und Ziegelstein, sowie mit einem Wassergraben umgeben. Große Fragmente dieser Befestigungen haben sich bis heute erhalten. 1404 wurde der Stadt Wschowa von dem König W³adys³aw Jagie³³o das Privileg der Münzenprägung verliehen. In demselben Jahr ist die erste Schule gegründet worden. In der Mitte des 16. Jhs. wurde die städtische Wasserleitung gebaut und am Endes dieses Jahrhunderts war schon die königliche Münzstätte im Betrieb. In Wschowa hat im 17. Jh. der Münzer Andrzej Tymff die Münze geprägt, die "Tymf" hieß.
Das 17. und 18. Jh. war die Zeit der raschen Entwicklung der Stadt. Dank der toleranten Glaubenspolitik der polnischen Könige, wurde die Grenzstadt Wschowa zum Zufluchtsort für eine große Welle der Verfolgten aus ganz Europa. Die gut ausgebildeten Handwerker aus den deutschen Fürstentümern, Schlesien und den Niederlanden haben bedeutsam zur wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen. Auch blütete das Kulturleben, es wurde ein protestantisches und ein Jesuitenkollegium gegründet. Wschowa wurde zu einem der Hauptzentren des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in Großpolen. Zur Zeit der Sachsenkönige war Wschowa eine zweite, inoffizielle Hauptstadt von Polen. Im Rathaus zu Wschowa hatten die Könige ihren Sitz, fanden Senatsitzungen statt, wurden ausländische Botschaften empfangen. Mit dem Anschluß an Preußen (1793), infolge der zweiten Teilung Polens, begann der Verfall der Stadt. Eine unmittelbare Ursache war der Verlust der königlichen Privilegien sowie auch der für das Handwerk sehr wichtigen Absatzmärkten im Osten. Trotz sehr verschiedener wirtschaftlicher Bemühungen (Bau einer Eisenbahnlinie, einer Zuckerfabrik, Gewebefabrik u.a.m.) hat Wschowa ihren ehemaligen Glanz nicht wieder erworben und wurde zu einem preußischen Provinzstädtchen. 1922 wurde Wschowa Teil des Grenzmarks Posen-Ostpreußen, und 1938 ist die Stadt an die schlesische Provinz angeschlossen worden. Am 2. September 1939 haben die polnischen Soldaten einen Durchbruch ins III. Reich gemacht und gelangten bis an die Vororte von Wschowa. Die Stadt haben sie dann mit Artilleriefeuer beschossen. Während des 2. Weltkrieges gab es in der Stadt Gefangenenlager. Am 31. Januar 1945 ist die Stadt durch sowjetische Truppen befreit worden. Nach 152 Jahren ist Wschowa zu Polen zurückgekehrt.
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